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Mittelmeer - Malta
Malta

Malta

Jeder, der schon einmal auf Malta war, ist der Meinung, dass man von Malta entweder begeistert oder aber enttäuscht ist. Je länger man jedoch auf der Insel verweilt, umso wahrscheinlicher ist es, dass man sich in die Insel verliebt. Und zwar nicht nur aufgrund des stets angenehmen Klimas, des kristallklaren Meeres und des kunterbunten Treibens, das Urlaubern auf Malta geboten wird, sondern auch aufgrund der unglaublich reichen Geschichte und der zahlreichen Kulturschätze.
Jeder, der schon einmal auf Malta war, ist der Meinung, dass man von Malta entweder begeistert oder aber enttäuscht ist. Je länger man jedoch auf der Insel verweilt, umso wahrscheinlicher ist es, dass man sich in die Insel verliebt. Und zwar nicht nur aufgrund des stets angenehmen Klimas, des kristallklaren Meeres und des kunterbunten Treibens, das Urlaubern auf Malta geboten wird, sondern auch aufgrund der unglaublich reichen Geschichte und der zahlreichen Kulturschätze.

Auf den ersten Blick ist es schwer vorstellbar, dass dieser kleine Staat, der auf der Landkarte nur als winziger Punkt zu erkennen ist, ein derart reiches Erbe vorweisen kann. Doch die Inselgruppe, die von der größten Insel Malta, der um die Hälfte kleineren Insel Gozo und der exotischen, kaum besiedelten Insel Comino gebildet wird, liegt im Herzen des Mittelmeeres, auf halbem Wege zwischen Gibraltar und dem Suezkanal, etwa 100 km südlich von Sizilien und doppelt soweit vom Norden Tunesiens entfernt. Da sich genau hier die wichtigsten Seewege kreuzen, war die strategische Lage Maltas von jeher bedeutsam, weshalb es auch von immer neuen Völkern, die ihre Macht stärken wollten, erobert wurde. Daher stammen auch die massiven Festungen und die mächtigen Stadtmauern, die den mutigen Maltesern im Laufe ihrer bewegten Geschichte immer wieder geholfen haben, zahlreiche bedeutsame Völker zur Aufgabe zu zwingen.

In dieser Region war das Leben bereits in der Steinzeit entwickelt. In den darauffolgenden Jahrhunderten kamen dann die Phönizier mit ihren Gebräuchen und Traditionen großer Kaufleute und Reisenden nach Malta, gefolgt von den Karthagern, den Römern, den Arabern, den Germanen und zahlreichen anderen Völkern. Im Mittelalter haben sich Angehörige eines Ritterordens aus Jerusalem auf der Insel niedergelassen – heute allgemein als der Malteser Ritterorden bekannt –, die tapfer gegen die Türken gekämpft und so verhindert haben, dass Malta unter türkische Herrschaft geriet. Und doch haben die Ritter nur zwei Jahrhunderte regiert, da Napoleon Malta auf seinem Weg nach Ägypten an Frankreich angliederte. Die französische Herrschaft hat jedoch nur relativ kurz angedauert, denn nach knapp zwei Jahren haben sich die Einheimischen mit Unterstützung des britischen Königshauses gegen die Besatzer erhoben. Obwohl Malta dem Einfluss so vieler verschiedener Völker ausgesetzt war, die alle ihren Beitrag zum Mosaik der maltesischen Geschichte geleistet haben, ist es dem maltesischen Volk dennoch gelungen, seinen eigenen Charakter zu bewahren, der von südländischem Temperament durchdrungen ist. Die Einwohner Maltas sind manchmal aufbrausende, vor allem aber außerordentlich gesellige und gesprächige Menschen, die ihre Mitmenschen einfach gern haben. Sie halten ihrer eigenen Sprache die Treue, die für den ihnen eigenen, ungeschliffenen, jedoch dadurch um nichts weniger erheiternden Humor, der sich kaum übersetzen lässt, wie geschaffen ist. Der Selbsterhaltungstrieb ist wahrscheinlich eine der wertvollsten Eigenschaften der Malteser. Wie sonst hätten sie sich vor dem Einfluss all der Völker schützen können, die über Jahrhunderte hinweg nach Malta gekommen waren und jeweils ihre eigene Sprache mitbrachten?

Die wahre Geselligkeit und Lebensfreude der Malteser erlebt man, wenn man in den Sommermonaten am Wochenende in eines der Dörfer fährt, die mit einem zweitägigen Fest ihren Heiligen feiern. Für viele Dorfbewohner ist dieses Fest bedeutender als Weihnachten und Ostern. Denn dies ist ein Feiertag, der nur ihnen gehört. Jeder Dorfbewohner gibt sein Bestes, damit gerade sein Dorf das schönste Fest ausrichtet. Das gesamte Dorf ist auf den Beinen, die Stände biegen sich unter dem Gewicht maltesischer Köstlichkeiten, Freude und Ausgelassenheit begegnen einem auf Schritt und Tritt. Die Fassaden der Kirchen sind mit Tausenden farbigen Lichtern erhellt, und durch die festlich geschmückten Straßen schlängeln sich Menschenprozessionen mit Orchesterbegleitung und teilweise maskiert. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist schließlich ein Feuerwerk, das manchmal sogar noch prächtiger ist als zu Silvester.

Auch in den zahlreichen Restaurants besteht ausreichend Gelegenheit, maltesische Spezialitäten zu verkosten. Mancherorts werden die Speisen auch heute noch nach althergebrachten Rezepten zubereitet. Die maltesische Küche ist außerordentlich vielfältig, und so lassen sich Speisen der englischen, italienischen, arabischen und manch einer anderen Küche auf fast jeder Speisekarte finden. Auch die Auswahl an frischem Fisch, Gemüse und Obst ist enorm.

Die Malteser selbst würden Ihnen sicher empfehlen, sie im Frühjahr oder in den frühen Sommermonaten zu besuchen, wenn die Landschaft sich von ihrer schönsten Seite zeigt. Üppig sprießendes Gras und blühende Narzissen, Gladiolen und Lilien schaffen eine wunderbare Farbpalette. Selbst in Gebieten, die in den heißen Sommermonaten Juli und August fast vollkommen kahl sind, keimen gelbe Margeriten, und es grünt in voller Pracht. Die hiesige Natur, die in herrlichen Farben erstrahlt, ist ein wahrer Magnet für Fotografen.

Ebenso interessante Fotomotive bietet das reiche architektonische Erbe, das sich im Laufe der Jahrhunderte angesammelt hat. Die Tempel Hagar Qim und Mnajdra – die ältesten freistehenden Tempel der Welt – ziehen einen besonders in ihren Bann, wenn man diese in den Morgenstunden oder bei Sonnenuntergang besucht. Und natürlich gibt es da noch Valletta, diese wunderschöne, von den Malteserrittern erbaute Stadt. Wenngleich längere Zeit etwas vernachlässigt, ist in der letzten Zeit die prachtvolle Architektur dieser Stadt wieder in ihrem alten Glanz zu bestaunen. Auch das Inselinnere, mit der ehemaligen Hauptstadt der Insel, Mdina, ist ausgesprochen interessant. Diese alte, von einer Mauer umgebene Stadt bietet mit der Stille, die in den engen Gassen herrscht, ein ideales Beispiel für eine noch heute von Leben erfüllte, mittelalterliche Stadt. Über die gesamte Insel verstreut findet man außerdem eine Vielzahl an Kirchen und anderen Sehenswürdigkeiten – Zeugnisse dafür, dass auf Malta zahlreiche Völker gelebt haben.

Heben Sie sich in jedem Fall einige Fotos auf, denn es wäre schade, wenn es Ihnen nicht gelingen sollte das Geschehen, das Malta an seiner ausgedehnten Küste bietet, in Bildern festzuhalten. Im Sommer, wenn die Sonne am höchsten steht, wenn der Himmel wolkenlos ist und wenn nicht einmal das kleinste Lüftchen weht, strömen Groß und Klein zum Strand. Felsvorsprünge, versteckte Buchten mit Sandstränden und das stets warme Meer verleiten richtiggehend zu sommerlicher Ausgelassenheit. Und wenn die sengende Sonne sich dann zurückzieht und die ersten Lichter angehen, begibt man sich einfach in die lebhaften Straßen mit den zahlreichen Lokalen, Pubs und Diskotheken. Ein so reichhaltiges Nachtleben wie auf Malta werden Sie woanders schwerlich finden. Darum geben Sie sich ruhig der Musik und den wilden Rhythmen hin, die Sie durch die langen maltesischen Nächte tragen.


 

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